TR220 im neuen Theater Gütersloh


30.11.-2.12.2009

Das Neue Theater Gütersloh ist fast fertiggestellt! Seit der Grundsteinlegung vor über einem Jahr (im Oktober '08) ist der Bau inzwischen weit vorangeschritten.

Der Theaterneubau sieht von außen somit seinem angedachten Erscheinungsbild (siehe Zeichnung: prof. friedrich planung) bereits ziehmlich ähnlich.

Im Innern wird natürlich weiterhin fieberhaft an der Festigstellung bis zum avisierten Fertigstellungstermin im März '10 gearbeitet. Dann werden neu und alte Stücke in atemberaubender Kulisse die Besucher bannen.

Um dies visuell richtig von der Bühne zum Publikum zu übertragen ist auch eine banale Angelegenheit wie die Wandfarbe enorm wichtig. Denn sie muß jedwedes Licht schlucken um nicht selbst Effekte zu erzeugen!
So mußten die gesamten Stahlträger, Deckenkonstruktion und die Wände mit einer matten Beschichtung überzogen werden; im Airless-Verfahren.
Problem: Deckenhöhe von über 18,00m oberhalb einer frei tragenden Stahlkonstruktion; Zugangsmöglichkeit über einen Lastenaufzug mit 5.000kg Nutzlast.

Der ausführende Malerbetrieb Fa. Hensdiek GmbH aus Gütersloh kam mit dieser Problemstellung auf uns zu (mit einem Zeitrahmen für eventuell vorbereitende Arbeiten 2 Werktage) .
Nach einer gründlichen Ortsbegehung mit dem Kunden wurde die hauseigene TR220 aus Gummikettenfahrwerk als beste Lösung ausgewählt.
 
Folgende Vorteile sprachen für diese Wahl:

- Arbeitshöhe von 22,00m
   (mind 18,00m gefordert)
- gute Reichweite von über 9,00m
   (in der Höhe von 18,00m !! )
- geringes Gesamtgewicht 3.200kg
   (Lastlift: 5.000kg & so leicht wie möglich
   für die holzbebohlte Stahlkonstruktion)
- Gummikette für gute Lastverteilung
   (wichtig bei der Auffahrt auf's Podest)
- Abstützbreiten entsprachen fast den
   Abständen der Podest-Querträger
- Hybrid-Betrieb möglich
   (Diesel oder 230V)
- Durchfahrtsbreite von 1,00m möglich
   (Lastlift: 1,50m Türbreite)
     
Zur Durchführung:
Die Einbringung über den Fahrstuhl/Lastlift war sicherlich der aufwendigste Teil bis zur Aufstellung auf dem Stahlpodest. Die Bühne mußte von Ihrer Gesamtlänge immerhin 1,15m verlieren, damit die Türen des Aufzugs schließen konnten: dafür wurde der Arbeitskorb demontiert und Korbkonsole manuell in eine Schräglage gebracht. Als weiteres Hindernis stellte sich die Lastverteilung im Fahrstuhl selbst heraus. Das Eigengewicht der Bühne war zwar weit unter 1to von der maximalen Traglast entfernt, aber die TR220 hat durch ihre Konstruktion die größte Masse direkt oberhalb des Kettenfahrwerks, welches weit vorn unter dem Gerät montiert ist. So mußten Ausgleichsgewichte mit in den Aufzug gepackt werden, damit der Lift nicht mehr verkannten konnte.
Auf der Etage der Theaterbühne angekommen mußten erst noch eine Stufe sowie einige bodennahe Leitungen überbrückt werden. Hier spielte das Kettenfahrwerk seine Vorzüge aus, mit leichten Holzkonstruktionen konnten diese recht einfach überfahren werden.
Die TR220 wurde dann über sogenannte Bodenschutzplatten (zur besseren Lastverteilung) auf das mit Holz beplankte Stahlpodest gefahren. Nun galt es die beste Position zu finden, damit die Stützen im richtigen Verhältnis zu den Querträgern des Podestes aufgestellt werden konnten.
Nach der Aufstellung wurde es leicht für die Bediener, nun konnte die Bühnensteuerung den Mitarbeitern der Fa. Hensdiek in die Hand gegeben werden und 2 Tage später "erstrahlte" NICHTS mehr im Bereich der Bühnenwände und - Decke!

Wir danken unserem Auftraggeber für die Möglichkeit unsere Expertise auch im Bereich Güterloh unter Beweis stellen zu können.


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